Ab dem 1.10.10 gilt in den gekennzeichneten Umweltzonen Münchens für Autos mit roter Plakette Fahrverbot, ab dem 1.10.12 soll dieses Verbot für Autos mit
gelber Plakette folgen. Pflicht für die Kennzeichnung mit roten, gelben oder grünen Plaketten besteht nun auch für Bonn,
Freiburg, Heidelberg, Münster und Osnabrück. Die Städte Berlin und Hannover haben ihre Bedingungen drastisch verschärft und gewähren nur noch Autos mit grünen Plaketten den Einlass. Doch am Beispiel Hannover erkennen wir, dass auch in Sachen Umweltplaketten die Politiker nicht immer mit ruhiger Hand regieren. So ist es zumindest die ersten beiden Januarwochen in Hannover geschehen. Der niedersächsische Ministerpräsident Hans Heinrich Sander ruderte zurück und hat den Verkehr für Fahrzeuge mit
gelber Plakette wieder freigegeben. Hier wollte er wohl auch den Taxiunternehmern beistehen. Die Änderung begründet Sander damit, dass nicht der Feinstaub das eigentliche Problem sei, sondern die Stickstoffoxide. Zudem würde man mit einigen Partikelfiltern das Problem noch erhöhen. Diese Regelung gilt vorerst bis Ende 2011. Was dann passiert, ist offen. Zumindest der Deutschen Umwelthilfe gefällt die Entschärfung ganz und gar nicht. Sie will gegen die Rücknahme klagen und fordert die Stadt Hannover auf, das sofortige Fahrverbot für Autos mit
gelber Plakette wieder einzuführen. Die Organisation verfasste bereits ein Anwaltsschreiben, in dem auf den Luftreinhalteplan hingewiesen wird.
So können wir gespannt sein, welche Entwicklung die Umweltzone in München noch nimmt. Wir sind jedoch optimistisch, dass sich die Taxiunternehmer vermehrt in umweltfreundliche Taxen investieren und Fahrzeuge mit gelber oder roter Plakette zu einer aussterbenden Spezies gehören.